Pinares de Doñana

Naturräume

Mehr als dreihundert Landschaften und Naturschutzgebiete

Nationalpark Doñana

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Dieser Park ist einer der bemerkenswertesten Naturräume Europas; ein wichtiges Gebiet, in dem zahlreiche Vogelarten überwintern, eine Rast einlegen, oder sich fortpflanzen. Es ist eine der letzten Zufluchtsstätten für vom Aussterben bedrohte Arten, wie den Spanischen Kaiseradler oder den Pardelluchs. Das mediterrane Klima mit atlantischem Einfluss, die geografische Lage zwischen zwei Kontinenten, seine Artenvielfalt, Unzugänglichkeit und zahlreichen Lebensräume sind Eigenschaften, die Doñana zu einem einzigartigen Naturraum machen.

Der Nationalpark von Doñana umfasst eine Fläche von 54.251 ha in den Gemeinden Almonte e Hinojos (Huelva), Aznalcázar und La Puebla del Río, letztere in der Provinz Sevilla. Er bildet ein Mosaik an Ökosystemen von großem ökologischem Wert: Marschland, Wanderdünen, Cotos (stabilisierten Sanddünen), Kiefernwälder, Strände und Ökoton, d.h. ein Übergangsbereich zwischen Sandstränden und Lehmböden, der „La Vera“ genannt wird.

Die internationale Relevanz des Nationalparks Doñana wird durch bedeutende internationale Auszeichnungen und seine Zugehörigkeit zu renommierten, überstaatlichen Netzwerken bestätigt. So wurde der Nationalpark Doñana 1981 im Rahmen des Programms „Mensch und Biosphäre“ von der UNESCO als Biosphärenreservat ausgewiesen. 1982 wurde er in die Liste der Ramsar-Konvention für Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung als Lebensraum für Wasser- und Watvögel aufgenommen. 1985 wurde er vom Europarat mit dem Europäischen Diplom für geschützte Gebiete ausgezeichnet, das seitdem alle vier Jahre erneuert wurde und 1988 wurde er als Besonderes Vogelschutzgebiet (SPA) ausgewiesen. 1994 wurde der Park zum 25. Jahrestag seiner Gründung von der UNESCO in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen. Das Gebiet wurde zudem von der Autonomen Region Andalusien im Zuge der Richtlinie 92/43/EWG als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB) erklärt, um in das Netzwerk der Natura-2000-Schutzgebiete aufgenommen zu werden.

Kategorie
Nationalpark
Ausdehnung
54251.00 Ha
Pflanzenwelt

Das Marschland und eine Reihe von Lagunen prägen das Feuchte Doñana. Im Kontrast dazu steht das Trockene Doñana mit Dünen und Stränden, Kiefern, Korkeichen und Heidepflanzen.

Tierwelt

In dem Park leben Luchse und Melone, zwei rein iberische Arten, die im gesamten Landesgebiet unter Naturschutz stehen.

Er bietet auch Lebensraum für Wildkatzen, Füchse, Ginsterkatzen, Iltisse und Dachse. Das stark vertretene Wildkaninchen ist einer der wichtigsten ökologischen Pfeiler des Parks.

In Bezug auf die in Doñana herrschende Vogelvielfalt ist das Vorkommen des majestätische Spanischen Kaiseradlers hervorzuheben. Der Flamingo ist eine weitere vom Aussterben bedrohte Art, die den Park seit einigen Jahren als Brutstätte nutzt. Die idyllische Parklandschaft dient unzähligen Vögeln als Lebensraum.

In Doñana ist einer der größten Weißkopfruderenten-Bestände Europas beheimatet.

Karpfen sind die im Marschland häufigsten vorkommenden Fische. An den Ufern der Lagunen pflanzen sich Laubfrösche und im Bergland Landschildkröten fort, ein Ereignis, das von besonderem wissenschaftlichem Interesse ist. Damhirsche, Rothirsche, Wildschweine und Fischotter bevölkern die Lagunen und das Bergland.

Zu guter Letzt ist noch die Marismeña-Kuh hervorzuheben, eine einheimische wilde Rinderart, die im gesamten Park vertreten ist.

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