Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Palacio de Orleans

88
0

Palast der Infanten von Orleans und Borbón: dieses im Ortskern gelegene Gebäude wurde im 16. Jahrhundert auf einem alten Mühlen-Haus erbaut und im 19. Jahrhundert umgebaut. An der Umgestaltung waren französische Architekten beteiligt, die die traditionelle Struktur des andalusischen Landhauses bewahrten und französische Dekorationselemente miteinbrachten.

Der Palast kann in drei Bereiche unterteilt werden:

  • Eingangsbereich: Er ist von Palmen gesäumt und hat ein interessantes eisernes Eingangstor, das mit Lilien und anderen Adelssymbolen verziert ist.
  • Palasthaus: Schlichte Frontfassade mit Vorgarten. Beide Etagen sind von Einbuchtungen durchzogen, die von dem Haupteingang unterbrochen werden, über dem sich ein Balkon mit schmiedeeisernem Geländer erhebt. Die Mauern sind durchgehend weiß getüncht, nur der indigoblau angestrichene Sockel sticht hervor.
  • In der Dekoration des Palasthauses lassen sich verschiedene Elemente des ehemaligen Anwesens der Zúñiga erkennen. Die allgemeine Ornamentierung weckt Assoziationen an das französische Hofleben. In einer Ecke des Hofs befindet sich eine Treppe, deren Decke mit heraldischen Motiven und Mäanderbändern verziert ist.
  • Garten: Mit Obstbäumen, zurechtgeschnittenen Hecken und Zierpflanzen bewahrt er traditionelle andalusische Elemente und hat zugleich eine romantische Ästhetik, ähnlich wie die Gärten des Palasts San Telmo, der Residenz der Montpensier in Sevilla.

Der Palast von Orleans spielte eine wichtige Rolle in der städtischen Entwicklung und hatte sogar Einfluss auf den Gemeindenamen Villamanrique de la Condesa. Zudem war er eine treibende Kraft für die Wirtschaft und Besiedlung, da die Ortschaft zuvor nur sehr wenige Einwohner hatte.

Das Anwesen befindet sich aktuell im Besitz der Infanten von Orleans und Borbón, die in direkter Verwandtschaft mit dem spanischen König Juan Carlos I. stehen.

0 kommentare

Neuer Kommentar

Die Kommentare werden geprüft. Es kann deshalb eine Weile dauern bis zu ihrem Erscheinen. Texte mit beleidigenden Formulierungen werden nicht veröffentlicht.