Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Palast des Marquis von La Gomera

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Der Palacio del Marqués de la Gomera ist zweifellos der herausragendste Palast von Osuna. Es ist ein Gebäude aus dem 18. Jahrhundert von Juan Antonio Blanco, datiert um 1770.

Es ist ein anschauliches Beispiel für den andalusischen bürgerlichen Barock. Die hohe Wand der interessanten zweigeschossigen Fassade ist mit einem originalen Gesims mit einem gemischtlinigen Profil aus Wellen und Voluten vollendet, und es erscheinen Wasserspeier in Form von Kanonen. Das Herrschaftshaus entspricht einem aufwendigen barocken Bau, bei dem auch Einflüsse der Kolonialarchitektur zu erahnen sind. An einer Ecke dieser Fassade steht ein Aussichtsturm. 

Ein weiteres wesentliches Element ist das eindrucksvolle Portal, das von Säulen und Pilastern gesäumt ist, die von Sockeln mit gebogener Kontur getragen werden. Ein zweiter Teil erhebt sich hinter dem Hauptbalkon und zentriert eine Aussparung, die von gepaarten solomonischen Säulen flankiert wird, die wiederum einen gespaltenen, gebogenen Giebel tragen, aus dessen Tympanon das große Familienwappen hervorgeht.

Nach der Eingangshalle betritt man den großen, zweistöckigen Innenhof. In der Mitte dieser Terrasse befindet sich ein Brunnen aus Marmor mit einem achteckigen Fundament und einem niedrigen Becken. In einer der Ecken dieses Hofes ist eine schöne Hauskapelle erhalten, die zwar klein, aber von ausgesprochenem künstlerischem Wert ist.

Sie hat ein kunstvolles Altarretabel aus vergoldetem Holz, das mit mehreren eingelegten Spiegeln über seine gesamte Fläche in Erscheinung tritt und als zentrale Figur die Skulpturengruppe einer Pietà aufweist.

Heute befindet sich darin das Hotel-Restaurant Marqués de la Gomera.

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