ROCÍO-El Viso del Alcor

Sevilla verzaubert

Im Jahr 1731 sang eine Gruppe von Jungen in den Straßen den Rosenkranz „mehr aus kindlichem Spaß als aus Andacht...“. Zu ihnen gesellten sich weitere Menschen, bis sie die Bruderschaft der Serviten konstituierten, deren architektonische Frucht die Iglesia de Nuestra Señora de los Dolores (Kirche Unserer Schmerzensreichen Mutter) ist.

Seit seiner Einweihung im Jahr 1724 wird das Kloster von den Kapuzinerinnen verwaltet. Seine Kirche ist barock. Ihr Inneres, das ein lateinisches Kreuz bildet, ist sehr reich verziert, was charakteristisch für den Barock der zweiten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts ist und einen Kontrast zu der Nüchternheit der Nonnen bildet.

Die Kirche des San Nicolás de Bari gehörte zu den Pfarrkirchen, die nach der Reconquista von Ferdinand III. von Kastilien 1248 gegründet wurden. Ursprünglich hatte sie einen gotisch-mudéjaren Stil. Im XVIII. Jahrhundert wurde sie als Barockgebäude umgebaut.

Das Gebäude ist zum Kulturgut erklärt. Der Stil folgt dem Barock in seinem Übergang zum Neoklassizismus. Sie wurde ab 1780 über einer früheren Kirche im Mudéjar-Stil erbaut, die als Folge der Schäden des Erdbebens von Lissabon (1755) abgerissen werden musste. Ihr Bau wurde im Jahr 1801 abgeschlossen. 
  

Die Wallfahrtskapelle Nuestra Señora de la Encarnación befindet sich auf dem Gelände der Archäologischen Stätte Celti (Kulturgut), in der Calle San Pedro, der Verlängerung der Calle Juan Carlos I in Richtung der Calle Calvario, La Viña und der Verbindung mit der alten Straße von Córdoba nach Sevilla. 

Barockes Franziskanerkloster aus dem 18. Jahrhundert. Seine Gründung geht auf das Jahr 1492 zurück. Das ursprüngliche Kloster lag in den Ausläufern der Sierra Morena, 6 km von Peñaflor entfernt, wo noch eine Quelle und einige Ruinen erhalten sind. Im Jahr 1731 wurde beschlossen, das Kloster aus den Bergen in das Dorf Peñaflor zu verlegen.

Aus der bürgerlichen Architektur ragen das Alte Kasernenhaus und das Pfarrhaus, beide aus dem 18. Jahrhundert, heraus.

Die Etagen entsprechen der typischen Struktur eines Hauses der damaligen Zeit um einen zentralen Hof herum, mit zwei Etagen. Im Obergeschoss befindet sich eine Galerie, die der Aufteilung der Räume dient.