Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Das Kloster der barfüßigen Mercedarier von Corpus Christi

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Das Kloster der Barfüßigen Mercedarier Corpus Christi, an das sich die Stiftskirche anschließt, wurde zwischen 1604 und 1617 von Diego Perez Alcaraz als Sitz für die Glaubensgemeinschaft der Mercedarierbrüder erbaut. 

Von den Gebäuden sind jedoch nur der Kreuzgang und das Treppenhaus des Klosters sowie die Kirche erhalten. An diese wurden später der Chor und der Glockengiebel des Kirchturms hinzugefügt. Davon abgesehen handelt es sich beim Hauptaltarbild nicht um das ursprüngliche Stuckwerk, sondern um eine Holzarbeit des sevillanischen Holzschnitzers Juan Cano aus dem Jahr 1762.

Über der Tür zur Klosterkirche befindet sich ein Türsturz. Zu ihren Seiten stehen gebogene Wandpfeiler mit einem Architrav, Fries und Gesims. Das Portal spiegelt die große Nüchternheit der puristischen Barockphase wider, in der es überarbeitet wurde. 1776 fanden die Arbeiten ihren Abschluss.

Der Kreuzgang des Klosters besteht aus vier Fassaden mit je sechs, miteinander durch Rundbögen verbundenen dorischen Säulen. Die Galerien des Kreuzgangs sind durch Tonnengewölbe mit Lünetten nach oben abgeschlossen. Sie werden von Gurtbögen getragen, mit Ausnahme der vier Scheitel (vom Typ Zisterne). Das untere Geschoss ist vom oberen durch einen Volantfries und einen mit Tropfen verzierten Architrav getrennt. Das Obergeschoss besteht aus sich abwechselnden Balkonen und Stützmauerwerk. 

Die Klosterkirche besitzt nur ein Kirchenschiff mit einem Tonnengewölbe und Lünetten sowie einer niedrigen Halbkuppel im Presbyterium, die sich nach außen hin durch ein Satteldach darstellt. In der Vorhalle liegt eine Kapelle, in der sich die Mitglieder der Bruderschaft „Unser Vater Jesus der Nazarener“ einfinden. Am Ende des Schiffs befindet sich die Empore.

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