Pinares de Doñana

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Rivera del Huéznar

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Der Rivera del Huéznar ist zusammen mit dem Viar und dem Retortillo einer der großen Flüsse der Sierra Morena Sevillana. Wie alle Nebenflüsse am rechten Ufer des Guadalquivir, in den er in Tocina mündet, ist er ein kurzer Fluss mit  einem  kurvenreichem Verlauf und großen Höhenunterschieden. 

An den Ufern des Rivera del Huéznar gibt es einen Galeriewald, der in einigen Abschnitten die Artenvielfalt bewahrt, die für diese Art von Vegetation charakteristisch ist. Die dichte Ufervegetation dient als Unterschlupf für eine Vielzahl von Vögeln, die in den Bäumen am Fluss Zuflucht suchen und nisten, unter anderen Eisvögel, Wasseramseln und Nachtigallen. Es gibt auch kleine Säugetiere, vor allem den Fischotter, der nur in Flüssen mit geschützten Ufern und sauberem Wasser lebt, sowie Fische wie die Forelle, Boga, Steinbeißer und Calandino sowie Schalentiere.

Der Rivera del Huéznar beginnt in San Nicolas del Puerto. In dieser Gemeinde befindet sich auch das Naturdenkmal Wasserfall des Hueznar.

Die Quelle des Rivera del Huéznar entspringt in einer Landschaft mit dem Namen El Venero oder Borbollón. Das Wasser, das an verschiedenen Stellen aus dem Boden heraus sprudelt, ist aufgrund seiner vorherigen unterirdischen Zirkulation durch Karbonatgestein reich an Kalziumbikarbonat. In der Nähe der Quelle befinden sich die Wasserfälle des Huéznar. In diesem Gebiet fließt der Fluss durch dichte Galeriewälder, bildet Tümpel und überwindet kleine Höhenunterschiede dank der Travertin- oder Kalktuff-Wasserfälle, die sich durch die Ablagerung des im Wasser enthaltenen Kalziumkarbonats an den Felsen oder an den Pflanzen gebildet haben. Die Wasserbecken folgen der Form des Wasserfalls und bilden Rutschen und Felsvorhänge, die dem Ort ein sehr charakteristisches Aussehen verleihen. Er wurde aufgrund seiner geologischen Bedeutung zum Naturdenkmal erklärt.

15 der 60 km des Rivera del Huéznar verlaufen in Cazalla de la Sierra. Er fließt durch den Naturpark von Norden nach Süden, senkrecht zu den geologischen Formationen aus großen Schiefetafeln, Graniten, Kalksteinen und Quarzen.

Da die Umgebung des Flusses im Gemeindegebiet von Cazalla de la Sierra zum großen Teil leicht zugänglich ist, wird diese Gegend von einer großen Anzahl von Menschen als Freizeit- und Wandergebiet genutzt. 

Die Zufahrt ist frei über der Autobahn A-455 von Cazalla de la Sierra nach Constantina. Man kann auch zu Fuß über den Wanderweg an den Hängen gehen.

Ausstattung: Freizeitgebiete Isla Margarita, Molino del Corcho und Castillejo. Ausgeschilderte Wanderwege Molino del Corcho und Las Laderas.

Der Rivera del Huéznar bildet die nordöstliche Grenze von Constantina und trennt diese Gemeinde von Cazalla de la Sierra. In der Nähe des Flussbettes, im Gemeindegebiet von Constantina, befindet sich der Hügel Cabeza de Ajo, der 727 m hoch ist. Dort gibt es Wälder und bewaldete Wiesen mit Korkeichen und einigen Stellen mit Eichen und Kastanien. 

Die Vía Verde der Sierra Morena Sevillana führt durch Constantina parallel zum Verlauf des Flusses. Diese Vía Verde wurde über den alten Gleisen der Eisenbahn angelegt, die vom Cerro del Hierro bis zum Bahnhof von Cazalla-Constantina fuhr.

Der Rivera del Huéznar kommt von Nordosten nach El Pedroso und fließt - von Norden nach Süden - durch den ganzen östlichen Teil der Gemeinde bis zum Gebiet des gleichnamigen Stausees. Dort kommt er heraus und bildet die Grenze zwischen El Pedroso und Constantina. Vor dem Stausee fließt der Fluss durch den Naturpark Sierra Norte. Einige Abschnitte werden vom Galeriewald eingerahmt, der größtenteils durch Oleander und Tamujares ersetzt worden ist.

Einige Kilometer vom Dorf entfernt, an der Stelle, wo der Rivera del Huéznar mit dem Arroyo de San Pedro zusammenfließt, befindet sich die Fabrik El Pedroso, auch Fábrica de Hierro (Eisenfabrik) genannt, die an Bergbauvergangenheit dieser Gemeinde erinnert. Es handelt sich um die Überreste eines großen Industriekomplexes, der über Stahlwerke, Werkstätten, ein Hydraulikwerk und Wohnungen für die Arbeiter verfügte. Er war bis 1895 in Betrieb. 

Der Eintritt ist frei. Über die A-452 Richtung Constantina oder über die A-432 Richtung Cazalla.

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Sonstige

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