Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Real Alcázar

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Die Anlage des Real Alcázar de Sevilla hat ihren Ursprung in der Entwicklung, welche die alte römische Stadt Hispalis im Mittelalter erlebte, als sie den Namen Ixbilia bekam. Das war Anfang des X. Jahrhunderts, als der Kalif von Cordoba Abderrahman III. an-Nasir, im Jahr 913 die Errichtung einer neuen Regierungsanlage - das Dar al-Imara - im Süden der Stadt anordnete.

Nachdem Kastilien das Gebiet in den Jahren 1248-49 erobert hatte, bekam der Real Alcázar den Status, den er noch heute hat: Sitz der Krone und kommunaler Machtbereich der Stadt. 

Seit Beginn der Neuzeit erlebte das Gebäude ständig Erneuerungen. Unter anderem wurden das obere Stockwerk des Patio de las Doncellas und dessen Stuckelemente erneuert und die Bögen der unteren Galerie verändert. Im Laufe des XVI. Jahrhunderts wurden prächtige Kassettendecken gebaut, die die Mudéjar-Ästhetik beibehielten, wie die im Saal der Botschafter.

Prächtige Beiträge aus der Renaissance bereicherten das künstlerische Erbe des Alcázar von Sevilla, wie der 1504 von Francisco Niculoso Pisano geschaffene Kachelaltar oder das Retabel im Admiralssaal, das der Virgen de los Navegantes (Jungfrau der Seefahrt) gewidmet ist. Die Pracht der Renaissance kommt auch in den so genannten Sälen des Karls V. zur Geltung, denen ein monumentaler Eingang vorgelagert ist, den der Architekt van der Borch nach dem Erdbeben von Sevilla im Jahr 1755 baute. 

Auch die Monarchen aus dem Haus der Bourbonen prägten im XIX. Jahrhundert den Alcázar, indem sie alte Räume mit Wandteppichen, Kristalllampen von La Granja, Uhren, Möbeln und einer bemerkenswerten Gemäldesammlung ausstatteten und die Gärten mit neuen Brunnen und Teichen, Pavillons, Toren und Galerien gestalteten. 

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