Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Kirche San Eustaquio Mártir

98
1

Die Kirche San Eustaquio Mártir im Mudejarstil befindet sich auf dem höchsten Punkt der historischen Altstadt von Sanlúcar la Mayor. Der Volksglaube besagt, dass die Kirche auf den Ruinen eines alten römischen Tempels errichtet wurde, in dem der Sonnengott Apollo angebetet wurde.

Die Kirche San Eustaquio besteht aus drei Kirchenschiffen, die durch Spitzbögen voneinander getrennt sind. Im Inneren befindet sich ein Altaraufsatz im Barockstil aus dem 18. Jahrhundert. Links befindet sich ein Altar im Rokokostil mit den Figuren der Heiligen Jungfrau von Remedios (Virgen de los Remedios) und des Jesus der Gesundheit (Cristo de la Salud), beide aus dem 16. Jahrhundert. Im rechten Seitenschiff befinden sich die Figuren der Unbefleckten Empfängnis (La Concepción) und des Heiligen Joseph (San José) aus dem 16. Jahrhundert, und in der Tabernakel-Kapelle die Heilige Jungfrau von Fuentes Claras (Virgen de Fuentes Claras) aus dem 15. Jahrhundert. 

Die Kirche besitzt zudem Heiligenfiguren, Gemälde und Altaraufsätze aus dem 16., 17., 18. und 19. Jahrhundert.
Quellen zufolge wurde der Heilige Eustachius (San Eustaquio) bereits 1570 als Schutzpatron der Ortschaft angesehen, es war jedoch in der Zeit des Grafen und Herzogs von Olivares, als die Verehrung des christlichen Märtyrers neu entfachte. Der Graf und Herzog hatte von einer Reise nach Rom als Botschafter für Enrique Guzmán viele Reliquien nach Spanien gebracht, unter anderem die Reliquien des Heiligen Eustachius, die er an verschiedene kirchliche Institutionen, wie die Kathedrale von Sevilla oder die Priesterresidenz Hospital de los Venerables überreichte.

So kann man davon ausgehen, dass die enge Verbindung der Adelsfamilie von Olivares mit Sanlúcar la Mayor den Kult um den Heiligen Eustachius bestärkte. Im 16.-17. Jahrhundert wurde sogar eine Holzskulptur des Heiligen in Auftrag gegeben, die vermutlich von Martínez Montañés stammt.

0 kommentare

Neuer Kommentar

Die Kommentare werden geprüft. Es kann deshalb eine Weile dauern bis zu ihrem Erscheinen. Texte mit beleidigenden Formulierungen werden nicht veröffentlicht.