Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Reste der arabischen Stadtmauer

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Diese Baugruppe liegt am südwestlichen Rand der heutigen Stadt. Die tiefe Schlucht auf ihrer Nordseite dient als natürlicher Wassergraben, durch den der Bach Carianas fließt und im Süden liegt die Schlucht Los Tejares; gemeinsam bilden sie einen Wall, der nur von der Ostseite zu erreichen ist. Die arabische Burgfestung (Hisn) befand sich vermutlich am nördlichen Ende dieses Walls, das heute für Agrarflächen genutzt wird und wo die Schlucht Las Carianas beginnt. Die Stadt umfasste gemeinsam mit der Burg eine Fläche von circa 6,5 Hektar.

Diese Festung wurde zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert von den Almohaden errichtet, um die Stadt vor den zahlreichen Angriffen der Christen zu schützen.

Einige der ehemals 46 Türme dieser Stadtmauer sind erhalten geblieben. Die Mauer hatte drei Tore: eins im Süden, das Puerta del Sol oder del Arco genannt wurde und deren Reste sich gegenüber der Kirche San Pedro befinden. Im Nordwesten lag das Tor, über das man in die Palastanlage gelangte und im Inneren befand sich ein weiteres Tor, das die Palastanlagen mit der Stadt verband. In der Aktualität sind nur noch Überreste des Südtors erhalten geblieben.

Die längste erhaltene Abschnitt befindet sich an der Seite der Schlucht, er umfasst eine Strecke von circa 65 Metern mit drei Türmen. Auch im Stadtkern kann man einige vereinzelte Überreste sehen, die zwischen den Mauern der Wohngebäude hervorblitzen.

Das Bauwerk wurde 1985 als Stätte von kulturellem Interesse katalogisiert.
 

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