Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Alcázar von König Don Pedro (Parador)

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Der Alcázar befindet sich westlich der ummauerten Fläche und auf dem höchsten Punkt von Carmona. Es ist möglich, dass er während der muslimischen Zeit, genau gesagt im XII. Jahrhundert, gebaut wurde, aber es gibt keine archäologischen Beweise dafür. 

Er hat eine rechteckige Form und wird im Norden und Westen durch einen Graben geschützt. Er hat zwei Tore und eine äußere Verteidigungsanlage („El Cubete“). Man gelangt durch einen großen spitzen Bogen ins Innere. Wenn man durch das Tor gegangen ist, gelangt man durch einen Sicherheitsbereich zum Patio de Armas, dem Innenhof mit den Waffen. Dieser Hof hat eine rechteckige Fläche. Es gibt drei Mauerlinien. Diejenige, die den Hof umschließt, verfügt über mehrere Türme, unter denen der Huldigungsturm hervorsticht. 

Im XIV. Jahrhundert bestellte König Pedro I. Handwerker aus Sevilla, die mehrere Türme und ein Außentor bauten, den Innenbereich ausschmückten und die Festung in einen prächtigen Palast verwandelten. Von den damals angebrachten Stuckarbeiten und Marmorsäulen sind heute im Alcazar jedoch keine Reste mehr zu sehen. Die Gründe für diese Zerstörung sind größtenteils auf die verschiedenen Erdbeben zurückzuführen, die sich 1504 und 1755 in Carmona ereigneten. Das letzte, das so genannte Erdbeben von Lissabon, verursachte eine derartige Zerstörung, dass der Alcazar schließlich aufgegeben werden musste. 

Das Innere, das heute als Parador Nacional (touristische Unterkunft) genutzt wird, wurde stark umgestaltet und weist eine dem Mudéjar ähnliche Ästhetik mit zahlreichen Räumen und Höfen auf. 

1931 wurde er zum Monument von historischem Interesse erklärt und 1985 zum Kulturgut. 

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