ROCÍO-El Viso del Alcor

Sevilla verzaubert

Das Kloster La Concepción de Carmelitas Calzadas (Konzeption der Unbeschuhten Karmelitern) wurde 1577 von Don Francisco Álvarez de Bohórquez und seiner Ehefrau Doña Catalina de Coria gegründet. Die erste Profession fand im folgenden Jahr statt und das Kloster wurde 1580 eingeweiht.

Die Kirche wurde Ende des 18. Jahrhunderts zur Verehrung der Unbefleckten Empfängnis gebaut. Sie untersteht der Pfarrei der Unbefleckten Empfängnis. 1887 wurde sie zu einem Wasserspeicher umgewidmet, der bis zum Spanischen Bürgerkrieg als Badehaus genutzt wurde. Danach diente dieser als Versorgungsstation für die nahe gelegenen Bewässerungsstellen. 

An der Stelle, an der sich die Pfarrkirche befindet, stand ursprünglich eine muslimische Festung aus der Almohadenzeit, von der heute nur noch ein Mauerrest neben dem oberen Teil der Kirche erhalten ist. Dort ist ein spitz zulaufender Hufeisenbogen von einem Alfiz, einem rechteckigen Rahmen, umgeben. 

In dem 1938 wieder aufgebauten Gebäude werden Gemälde und Bildnisse aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die ursprünglich aus dem aufgelösten Kloster La Victoria de Estepa stammen, darunter das Bildnis der Schutzpatronin der Stadt, aufbewahrt.

Die Kirche San Pedro, die eine weiße Fassade und einen einladenden Innenbereich aus dem Jahr 1859 aufweist, wurde kürzlich (1998) dank des Erzbistums Sevilla, der Gemeindeverwaltung von Coripe und den großzügigen Spenden der Gemeindemitglieder restauriert. Von der ursprünglichen Kirche sind noch die barocke Kuppel und die alte Kapelle des Carmen erhalten, die heute Sagrario heißt.

Diese Kapelle ist aus dem XVIII. Jahrhundert. Sie wurde um 1716 am Standort einer vorherigen Kirche gebaut. Sie entspricht einem einfachen sevillanischen Barockstil mit einem einzigen Schiff mit einer halbkugelförmigen Kuppel, einem Hauptaltar und einem Chor. Von dem Schiff aus hat man Zugang zur Sakristei und zum Haus der Bruderschaft.

Das Gebäude besteht aus nur einem Schiff, das in drei Abschnitte unterteilt ist und es verfügt über einen quadratischen Kopfbereich, an den ein Vorbau mit drei Rundbögen auf Marmorsäulen angebaut wurde. Erbaut wurde die Kirche Ende des 15. Jh. und Mitte des 18. Jh. wurde sie restauriert. In jene erste Epoche gehören die beiden ersten Abschnitte.