Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Kapelle de la Milagrosa

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Die Kapelle wurde ursprünglich im 16. Jh. zur Verehrung der Jungfrau Maria voller Gnade (Nuestra Señora de Gracia) erbaut. Dort lebten die Augustiner, bis sie um 1616 in das auch heute noch vorhandene Augustinerkloster Convento de San Agustín zogen. Von 1670 und bis 1780 befand sich in der Kapelle die Mädchenschule, die von der Kongregation der Schwestern von der heiligen Elisabeth geleitet wurde. Später, im Jahre 1836, wurde hier das Krankenhaus der Genossenschaft der Töchter der christlichen Liebe vom heiligen Vinzenz von Paul untergebracht, das dort bis Ende des 20. Jh. aktiv war.

Von der Art des Baus her kann die Kapelle in die Kategorie der barocken Klosterarchitektur eingestuft werden, mit einer einfachen und geordneten Struktur, die im Laufe der Jahre verändert und an die jeweiligen Zwecke angepasst wurde, für die man das Gebäude nutzte. Bei der Kapelle ist die ursprüngliche Struktur noch erhalten. Sie verfügt über eine rechteckige Grundfläche, einen Dachstuhl im Mudejarstil und eine Sakristei, die an die Hauptkapelle angebaut ist. Im Krankenhauskomplex, der vor Kurzem restauriert wurde, findet man einen wunderschönen Kreuzgang mit einer quadratischen Grundfläche, um den herum die verschiedenen Räumlichkeiten angeordnet sind, von denen einige über beeindruckende Dachkonstruktionen im Mudejarstil aus dem 17. Jh. verfügen.

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