La provincia de Sevilla

Unsere Provinz

Leben und Landschaft in einer vielfältigen und sehenswerten Provinz

Peñaflor

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Peñaflor, ein Kleinod an den Ufern des Guadalquivir

Mit dem Ort Peñaflor erwartet Sie ein kleines Dorf reich an großartigen historisch-monumentalen Schätzen. Diese Gemeinde der Vega del Guadalquivir verdankt ihre ganze Pracht der Römerzeit, als sie unter dem Namen Celti sogar eine eigene Währung prägte. Aus dem reichen historischen Erbe ist die Pfarrkirche San Pedro Apóstol hervorzuheben, die im Volksmund als "Kathedrale von La Vega" bezeichnet wird. Am auffälligsten sind jedoch die Casas Cuevas in der ehemaligen römischen Nekropole, die einigen Bewohnern bis ins 19. Jahrhundert als Zuhause dienten. 

Verlieren Sie sich in den hübschen Straßen mit den typisch andalusischen Häusern und herrschaftlichen schmiedeeisernen Balkonen. Fragen Sie nach der Legende der weißen Blume und der Geschichte der Santos Mártires, um herauszufinden, woher der Name dieser Ortschaft stammt. Freuen Sie sich auf die gastfreundlichen und fröhlichen Menschen, die Ihren Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis machen werden. Und vor allem sollten Sie sich die Feste nicht entgehen lassen, bei denen sich volkstümlicher Eifer mit den besten kulinarischen Traditionen vereint. 


Anreise

Wenn Sie mit dem Auto aus Sevilla kommen, müssen Sie die N-IV nehmen und auf der Höhe von Carmona auf die A-457 in Richtung Lora del Río fahren. Fahren Sie dann auf die C-431, bis Sie Ihr Ziel erreichen. 

Mit dem Zug gibt es den ganzen Tag über verschiedene Strecken vom Bahnhof Santa Justa in Sevilla aus. Wenn Sie sich jedoch entscheiden, mit dem Bus zu fahren, können Sie dies vom Bahnhof Prado de San Sebastián aus tun. 


Fortbewegung

In Peñaflor schlendert man am besten durch die Straßen und entdeckt seine schönen Ecken. Es ist eine kleines Städtchen, deshalb wird Ihnen ein Spaziergang durch die Altstadt nicht zu beschwerlich werden.


Gründe für einen Besuch

  • Schlendern Sie durch das Barrio de la Morería und bewundern Sie die Überreste der alten römischen Stadt Celti.
  • Besichtigen Sie das Haus, in dem Blas Infante, der Vater von Andalusien, heiratete und lebte. Die ursprüngliche Architektur ist vollständig erhalten. 
  • Besuchen Sie die Wallfahrtskapelle Los Santos Mártires, Schutzheilige von Peñaflor, und entdecken Sie die Legende, die dem Dorf seinen Namen gibt. 
  • Verpassen Sie nicht den traditionellen Migas-Wettbewerb im Februar. Eine mit Spannung erwartete Veranstaltung, die bereits seit mehr als zehn Jahren stattfindet. 
  • Erleben Sie ein etwas anderes Allerheiligen in Peñaflor. Hier zelebrieren die Nachbarn in Gemeinschaft auf dem Lande, wobei die gute Küche des Dorfes nicht zu kurz kommt. 
  • Probieren Sie die typischen Gerichte in einem der Restaurants, wie z.B. das beliebte panierte Kaninchen. Sie werden begeistert sein. 


Sehenswürdigkeiten 

Beginnen Sie Ihre Tour im Barrio de la Morería im Zentrum des Ortes. Hier können Sie die archäologische Anlage Casas Cuevas besuchen, in der ehemaligen Nekropole der römischen Stadt Celti. Diese Höhlen, ehemals Gräber, wurden als Wohnräume umgenutzt und bewahren noch heute die Küchenherde. Weiter geht es durch dieses Viertel, in dem die Überreste der Almohaden-Burg und das wichtigste Gotteshaus von Peñaflor, die Kirche San Pedro Apóstol, bekannt als "die Kathedrale von La Vega", zu finden sind. Diese Pfarrkirche wurde im achtzehnten Jahrhundert wieder aufgebaut, da die ursprüngliche Kirche im Mudéjar-Stil im Jahre 1755 durch das Erdbeben von Lissabon zerstört wurde.

Gehen Sie nun in Richtung Calle Blancaflor, wo sich die Wallfahrtskirche Los Santos Mártires, die Schutzheiligen der Stadt, befindet. Das Innere dieser Kapelle ist ein in den Fels gehauenes römisches Grab, in dem die Leichname von San Críspulo und San Restituto ruhen. Beide wurden beim Einfall der Araber gemartert und deren Legende hat diesem Ort den Namen gegeben. 

Bummeln Sie weiter durch die hübschen Straßen von Peñaflor und bewundern Sie einige Barockpaläste wie die alte Casa Cuartel oder die Casa Rectoral. Sie werden auch von den archäologischen Überresten überrascht sein, die vollständig in die urbane Gestaltung integriert sind, wie z.B. die Südecke des alten Pósito, heute die Stadtbibliothek; die Säulenbasen in der Calle Nueva; oder das Fragment eines Pfluges in der Calle Concepción Ruiz. Und wenn Sie ein typisch andalusisches Haus vom Anfang des 20. Jahrhunderts sehen wollen, können Sie in der Calle Juan Carlos das Haus besichtigen, in dem Blas Infante, der Vater Andalusiens, heiratete und lebte. Er arbeitete als Notar in Peñaflor, wo er sich verliebte und heiratete. Das Haus der Eheleute hat seine ursprüngliche Architektur bewahrt und wird heute als ländliche Unterkunft genutzt. 

Verpassen Sie andere Sehenswürdigkeiten nicht, wie z.B. die Wallfahrtskapelle La Encarnación, im höchsten Teil der Stadt neben der archäologischen Stätte von Celti; das Kloster San Luis del Monte, so genannt, weil es sich früher am Stadtrand befand; oder die Wallfahrtskapelle Villadiego, wo jeden August die Romería de Peñaflor stattfindet. 

Alternativ kann man eine Wanderung durch die Umgebung der Gemeinde machen und die Überreste der Minen von Peñaflor besichtigen. Diese, zusammen mit der alten Mehlfabrik, ermöglichten das wirtschaftliche Wachstum der Ortschaft im frühen zwanzigsten Jahrhundert und begünstigten die Ankunft der Eisenbahn. 


Orte, die man besuchen sollte

  1. Kloster San Luis del Monte
  2. Wallfahrtskapelle Los Santos Mártires
  3. Wallfahrtskapelle Ntra. Sra. de Villadiego
  4. Wallfahrtskapelle Ntra. Sra. de la Encarnación
  5. Pfarrkirche San Pedro Apóstol
  6. Ruinen El Higuerón
  7. Archäologische Ausgrabungsstätte der römischen Stadt Celti
  8. Archäologische Stätte Casas Cueva
  9. Burg Almenara (im Verfall)
  10. Burg Peñaflor (im Verfall)
  11. Burg Toledillo (am Stadtrand und in Ruinen)
  12. Casas Palacios
  13. Die Mehlfabrik Peñaflor (im Verfall)
  14. Kupfermine, La Preciosa (es gibt noch Überreste)
  15. Haus Blas Infante, Landhaus


Umgebung

Peñaflor ist etwa 77 Kilometer von Sevilla entfernt und liegt in der Region der Vega Alta del Guadalquivir. Außerdem liegt die Ortschaft in den Ausläufern der Sierra Morena und grenzt an die Provinz Córdoba.  In der Nähe befindet sich die römische Ausgrabungsstätte Celti, die zum Kulturdenkmal erklärt wurde.

Region
Guadalquivir-Doñana
Fläche
83.00 Km²
Höhe
52.00 m
Einwohnerzahl
3.669

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