Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Real Casa de la Moneda

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Das königliche Münzhaus von Sevilla war eines der von den Katholischen Königen autorisierten Hauptmünzhäuser Kastilien. Es wurde 1532 von Felipe II. gebaut und war der Ort, an dem das Gold und das Silber aus Indien geschmolzen und dann zu Münzen gemacht wurde, welche die europäische Wirtschaft im XVI. Jahrhundert, der Zeit der Eroberer der Neuen Welt, stützten.

In Sevilla kamen zwischen 1500 und 1717 große Mengen dieser Metalle aus Amerika an, da die Stadt ein exklusives Monopol auf Waren aus der Neuen Welt hatte. In diesem Bereich waren mehr als 200 Personen beschäftigt, die für die Zuführung der Öfen und den Betrieb der Schmelzerei zuständig waren.

Ab diesem Zeitpunkt wurde die alte Münzanstalt mehrmals umgebaut, wobei sowohl das Innere als auch das Äußere verändert wurden, wie zum Beispiel die Arbeiten im XVI. und im XVIII. Jahrhundert. Damals wurde das große Portal gebaut, ein Werk von Sebastián Van der Borcht, das als Haupteingang genutzt wird. Außerdem wurden weitere Arbeiten durchgeführt, um die Probleme der Undichtigkeiten zu lösen und die Schäden zu beheben, die durch das Erdbeben von Lissabon im Jahr 1755 entstanden waren.

1868 verlor die Münzanstalt von Sevilla ihre Funktion als Produktionsstätte. Daraufhin wurde das Gebäude in Einheiten unterteilt und verschiedene Privatpersonen verkauft. So wurde ein Wohnhaus daraus. Ende des XX.. Jahrhunderts wurde beschlossen, es zu restaurieren und ein Gebäude daraus zu machen, das an seine glanzvolle Zeit erinnert.

Wenn man an der Real Casa de la Moneda in der Calle Habana vorbeigeht, wird man ins goldene Zeitalter zurückversetzt. Nicht zufällig gehörte es zu den Drehorten des Films Alatriste von Viggo Mortensen.

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