La provincia de Sevilla

Unsere Provinz

Leben und Landschaft in einer vielfältigen und sehenswerten Provinz

Marchena

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Marchena, die Kleinstadt der Bauwerke aus dem Al-Andalus

Wenn man nach Marchena kommt, ist das wie eine Reise in die Vergangenheit, in das beeindruckende Al-Andalus. Zwischen ebenen Olivenhainen und Getreidefeldern erhebt sich diese ehemalige Stadt der Almohaden im Herzen des Landkreises La Campiña in Sevilla. Schon von weiten werden Sie den Turm der Kirche Santa María de la Mota sehen, die auf der ehemaligen Moschee in der arabischen Festung errichtet wurde. Von den Arabern erhielt die Stadt den Namen Marshana und auch heute noch ist ein Großteil des Ortskerns vorhanden, der einst von einer Stadtmauer umgeben war. Von dieser ist insbesondere der Rosenbogen hervorzuheben, das heutige Wahrzeichen der Stadt.

Schlendern Sie durch die herrschaftlichen Straßen und bestaunen Sie das historische Erbe, das einen unkalkulierbaren Wert hat. In dieser Stadt wechseln sich maurische Häuser, riesige Villen und traumhafte Kirchen miteinander ab. Zu letzteren gehört auch die Pfarrkirche San Juan Bautista, die 1931 als Interessantes Kulturgut geschützt wurde.

Marchena ist außerdem die Wiege des Flamencos, der durch Pepe Marchena international bekannt wurde. Er war der Vater der Flamencovariante, die „Las Colombianas“ genannt wird und die Einwohner von Marchena haben die Kunst einfach im Blut weswegen die Stadt für den einmaligen Flamencogesang berühmt ist, der hier während der Karwoche erklingt, wenn die Saetas moleeras gesungen werden.

Ein weiterer Schatz dieser Stadt ist die Gastronomie, in der bei manchen Gerichten noch Spuren der Traditionen des Al-Andalus vorhanden sind, wie bei dem typischen Fleischgericht aus frittiertem Blut, Zwiebeln und Tomate oder bei den Kichererbsen mit Spinat. Ein Produkt aus Marchena müssen Sie aber auf jeden Fall probieren, und zwar das weiche Brötchen Mollete marchenero. Verwöhnen Sie sich mit einem guten Frühstück mit diesem traditionellen Brot, das mit ein wenig Olivenöl aus der Region zu einer wahren Delikatesse für den Gaumen wird. 


Anfahrt

Wenn Sie von Sevilla aus mit dem Auto anreisen, erreichen Sie Marchena am besten über die A-92, die Sie an der Ausfahrt 49B auf der Höhe von Paradas verlassen müssen. 

In Marchena gibt es aber auch einen Bahnhof, sodass Sie die Zuglinie nutzen können, die Sevilla, Málaga, Granada und Almería miteinander verbindet. Sollten Sie sich für den Bus entscheiden, bietet Ihnen das Busunternehmen Autocares Valenzuela jeden Tag verschiedene Abfahrtszeiten ab der Haltestelle Prado de San Sebastián in der Provinzhauptstadt Sevilla. 


Mobilität

Spazieren Sie durch die Straßen und entdecken Sie das wertvolle historische Erbe. Wenn Sie aber keine Lust haben, zu laufen, können Sie die städtische Buslinie nutzen, um sich in der Stadt fortzubewegen. Außerdem können Sie in der Naturlandschaft der Umgebung dieser wunderschönen Stadt im Landkreis La Campiña auch wunderbar Wandern gehen oder Radtouren machen.


Gründe für einen Besuch

  • Entdecken Sie die Geschichte von Marchena und das Leben im Al-Andalus, indem Sie an einer Führung durch das Viertel La Mota und zu der alten Stadtmauer teilnehmen.
  • Spazieren Sie durch die Gärten im Park Isidro Arcenegui und schauen Sie sich das Denkmal zu Ehren des Flamenco-Sängers Pepe Marchena an
  • Lassen Sie sich die Legenden zu Marchena erzählen und erfahren Sie unter anderem, woher der Rosenbogen Arco de la Rosa seinen Namen hat. 
  • Genießen Sie zum Frühstück das leckere weiche Brötchen Mollete marchenero, das man Ihnen gern in jedem Café der Stadt servieren wird. 
  • Wenn Sie gern Süßes mögen, werden Sie das Gebäck Tortas de hoja lieben, das von den Nonnen im Kloster San Andrés in Handarbeit hergestellt wird. 
  • Erleben Sie die Karwoche, in der Sie die Kunst der Saetas moleeras an dem Tor Puerta del Tiro ganz tief in ihrem Herzen spüren können.
  • Mögen Sie Barockkunst? In der Kirche San Juan Bautista finden Sie neun Werke des berühmten Malers des Goldenen Zeitalters Francisco Zurbarán.


Sehenswertes

Die Altstadt von Marchena beherbergt ein wertvolles kulturelles Erbe. Diese Kleinstadt gehört zu den wenigen Gemeinden der Provinz, in der noch arabische Architektur erhalten ist. Ein guter Ausgangspunkt für eine Tour durch diese bedeutende Stadt des Al-Andalus ist der Rosenbogen (Arco de la Rosa), das Wahrzeichen der Ortschaft. Es handelt sich um die Puerta de Sevilla der Stadt, um die sich eine wunderschöne Legende über eine maurische Prinzessin und einen Christen rankt. 

Wenn Sie mehr über die Zeit der Almohaden erfahren wollen, können Sie an einer Führung durch das von der Stadtmauer umgebene Stadtzentrum teilnehmen, die von der Touristeninformation angeboten wird. Auf dieser Stadtführung kommen Sie auch an dem Tor Puerta del Tiro vorbei, das einst die mittelalterliche Stadt mit der Verteidigungsanlage verband. Es ist eine der schönsten Ecken im Ort. Hier werden in der Karwoche die berühmten Saetas moleeras aus Marchena gesungen. Nur wenige Meter entfernt finden Sie nun den ältesten Tempel der Stadt, die Kirche Santa María de la Mota. Früher war das eine Moschee innerhalb der arabischen Burg. 

Gehen Sie nun zum Platz Plaza Marcelo Spínola und bewundern Sie die Schönheit des Viertels San Juan mit seinen herrschaftlichen Villen und den Gebäuden mit dem Kreuz des Malteserordens. Auf diesem Platz befindet sich die Kirche San Juan Bautista, in der man neun Gemälde des berühmten Barockkünstlers Francisco Zurbarán aufbewahrt. Sie sind ein ganz besonderer Schatz dieser Ortschaft. 

Wenn Sie neue Kraft tanken wollen, schlendern Sie weiter bis zur Plaza de San Andrés und gehen Sie in das Kloster, das Sie dort finden. Die Mercedarier-Nonnen stellen in Handarbeit das süße Gebäck Torta de hoja her, das nicht nur bei den Einheimischen sehr beliebt ist. Spazieren Sie dann weiter durch die historischen Straßen und entdecken Sie die vielen religiösen Bauten und Herrenhäuser dieser edlen Kleinstadt. 

Beenden Sie Ihre Tour im Parque Isidro Arcenegui, wo Sie das Denkmal des Sängers Pepe Marchena finden, der die Flamenco-Variante „Las Colombianas“ entwickelt hat. Ruhen Sie sich in den wunderschönen Gärten ein wenig aus und probieren Sie zum Abschluss in einer Bar oder in einem Restaurant die hervorragende Gastronomie von Marchena.


Sehenswürdigkeiten

  1. Die Kirche San Juan Bautista
  2. Die Kirche San Miguel
  3. Die Kirche San Sebastián
  4. Die Kirche Santa Isabel
  5. Die Kirche Santa María de La Mota
  6. Die Kirche Santo Domingo
  7. Die Kirche und das Kloster San Agustín
  8. Das Tor Puerta de Morón
  9. Das Tor Puerta de Sevilla (Arco de la Rosa)
  10. Das Museum zu Zurbarán, Schmiedearbeiten und Stickereien
  11. Das Museum Lorenzo Coullaut Valera
  12.  Das Tor Tiro de Santa María
  13. Das Haus Casa del Ave María
  14. Das Kloster Purísima Concepción
  15. Das Kloster San Andrés
  16. Die Kapelle de la Milagrosa
  17. Die Kirche Santa Clara
  18. Die Kapelle de la Vera-Cruz
  19. Kirche und Klostergebäude San Pedro Mártir
  20. Das Kulturzentrum Casino de Marchena
  21. Das Haus Casa Hogar
  22. Das Haus Casa Fábrica
  23. Stadtmauer Ronda de la Alcazaba
  24. Reste des Herzogenpalastes
  25. Besucherzentrum zum Fluss Corbones


Umgebung

Marchena ist 63 Kilometer von Sevilla entfernt und liegt im Tal des Guadalquivir im Landkreis La Campiña. Die ebenen Felder, auf denen man Olivenbäume und Getreide anbaut, werden von dem Fluss Corbones mit Wasser versorgt.

Region
La Campiña
Fläche
378.00 Km²
Höhe
130.00 m
Einwohnerzahl
19.580
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