La provincia de Sevilla

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La Roda de Andalucía

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La Roda de Andalucía, eine Ortschaft zwischen Provinzen

La Roda de Andalucía ist eine Ortschaft in der Sierra Sur, deren Geschichte davon geprägt ist, dass sie in einem Grenzgebiet lag. Im Mittelalter war es die Zollstelle zwischen dem christlichen Königreich und dem Nasridenreich von Granada; der Name „Roda“ stammt aus dem alten Arabischen und bedeutet „Steuer“. Im 19. Jahrhundert verband ihr Zugbahnhof das zentrale Andalusien mit Cordoba und Malaga. Zudem ist es die letzte sevillanische Gemeinde, die auf der Strecke A-92 in südöstlicher Richtung liegt. 

Diese Lage mitten im Herzen von Andalusien hat dazu beigetragen, dass die Bewohner von La Roda de Andalucía Fremden gegenüber offen und freundlich sind. Sie sind an Reisende gewöhnt und bieten ihnen gerne ihre regionalen Köstlichkeiten an. Hier wird der Salmorejo (Kalte Tomatensuppe) durch den Einfluss des in Malaga gesprochenen Dialekts „Porra“ genannt. Die typischen Süßspeisen sind Mantecados (Schmalzgebäck) und Ochíos (süße Brötchen), da die Gegend bis zum 19. Jahrhundert der Markgrafschaft von Estepa angehörte. Dies ist auch der Grund für die langjährige Tradition des Olivenanbaus; Tafeloliven und Natives Olivenöl Extra sind die umsatzstärksten Produkte der Region. 

Die hier veranstalteten Volksfeste sind im gesamten Gemeindebezirk sehr beliebt. Insbesondere die als von Nationalem Touristischem Interesse katalogisierte Karwoche und das Volksfest Feria de San Pedro im Juni, das den Sommer einläutet.  

Besuchen Sie La Roda de Andalucía und entdecken Sie den Ort auf eigene Faust. Ein sevillanisches Dorf an der Schnittstelle zwischen verschiedenen Provinzen. 


Anfahrt

Wenn Sie von Sevilla mit dem Auto kommen, nehmen Sie die Autobahn A-92 bis zur Abfahrt nach La Roda de Andalucía. Die Fahrt dauert circa 80 Minuten. 

Obwohl der Ort einen Zugbahnhof hat, werden seit 2013 keine Passagiere mehr befördert. Das Dorf hat jedoch eine Busverbindung mit dem Bahnhof Prado de San Sebastián in Sevilla. 


Fortbewegung

Spazieren Sie durch die Ortschaft und entdecken Sie ihren monumentalen Charme. Sie können hier auch in der Natur wandern, oder Ihr Fahrrad mitbringen, um die Gegend auf Rädern zu erkunden. 


Gründe für einen Besuch

  • Besuchen Sie das Eisenbahnmuseum und erfahren Sie, wie dieses Transportmittel das Dorf im 19. Jahrhundert veränderte. 
  • Unternehmen Sie eine Wanderung in der Gegend des Bachs Salinoso, wo Sie auf die römische Brücke stoßen werden.
  • Entspannen Sie sich bei einem Spaziergang durch die Umgebung der Lagune von Tejar und beobachten Sie auf dem Weg werden Sie zahlreiche Vogelarten. 
  • Nehmen Sie an einer geführten Besichtigung durch den schönen Gutshof Hacienda del Polvorín teil und lassen Sie sich die Geschichte seines Namens erklären. 
  • Probieren Sie die traditionellem Gerichte ‘Majaillo’ de espárragos (Spargeleintopf) und Olla andaluza con hierbabuena (andalusischer Eintopf mit Minze). 
  • Erleben Sie die Wallfahrt Romería de San Pancracio im Mai. Das Gestell mit der Figur des Heiligen Pankratius wird wie vor Jahrhunderten von einem Ochsenkarren gezogen. 
  • Kommen Sie und feiern Sie den Sommeranfang auf dem Volksfest Feria de San Pedro. Sie werden sich garantiert vergnügen. 
  • Die Karwoche in La Roda ist als Fest von Nationalem Touristischem Interesse in Andalusien katalogisiert und ist einer der beliebtesten Veranstaltungsorte für dieses Ereignis im Gemeindebezirk.


Sehenswertes 

Starten Sie Ihren Besuch von der Calle Real aus, in der das Rathaus steht. Sie bildet den belebtesten Teil des Orts, mit Geschäften, Bars und einer sehr angenehmen Atmosphäre. In dieser Straße befindet sich auch die Kapelle des Klosters Siervas del Evangelio. Obwohl es sich um ein zeitgenössisches Gebäude handelt, beherbergt sie einen Altaraufsatz aus dem 17. Jahrhundert. 

Nur eine Minute zu Fuß entfernt befindet sich die Kirche Santa Ana. Diese Kirche wurde in zwei Etappen errichtet. Der erste Teil stammt aus dem 17. Jahrhundert und umfasst die Altarseite und die Vierung; im 18. Jahrhundert wurden die drei Kirchenschiffe gebaut. 

In der Calle Doctor Fleming finden Sie das Eisenbahnmuseum. Hier können Sie erfahren, wie die Eröffnung des Zugbahnhofs im 19. Jahrhundert die Wirtschaft und Geschichte des Dorfs beeinflusste. Des Weiteren werden hier eine großformatige Modelleisenbahn in Bewegung und Schautafeln ausgestellt. 

Unternehmen Sie eine Wanderung und erkunden Sie die umliegende Naturlandschaft; hier verlaufen die Wanderrouten Camino de Antequera, die Vía Verde de las Lagunas, uvm. Wenn Sie in der Umgebung des Bach Salinoso spazieren gehen, können Sie die römische Brücke überqueren, die bis heute erhalten geblieben ist. Wenn Sie hingegen die Gebirgslandschaft Sierrecilla Luca besuchen, werden Sie die Kapelle San Pancracio sehen, die jedes Jahr im Mai Schauplatz der traditionellen Wallfahrt ist. 


Einen Besuch wert

  1. Kapelle des Klosters Siervas del Evangelio
  2. Pfarrkirche Santa Ana
  3. Eisenbahnmuseum
  4. Kapelle San Pancracio


Umgebung

La Roda de Andalucía liegt 129 Kilometer von Sevilla entfernt. Die Ortschaft liegt im Gemeindebezirk Sierra Sur, in einer privilegierten Lage am Flussgebiet des Guadalquivir und an der Grenze zu der Gebirgskette Sierras Subbéticas. In der Gemeinde verlaufen der Yeguas, der ein Nebenfluss des Genil ist und der Bach Salinoso.

Region
Sierra Sur
Fläche
76.70 Km²
Höhe
403.00 m
Einwohnerzahl
4.243
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