Carnaval

Sevilla verzaubert

Die Plaza de Toros de la Real Maestranza de Caballería de Sevilla ist die älteste Stierkampfarena Spaniens. Dort finden die Stierkämpfe im Rahmen der Feria de Abril in Sevilla statt, eines der bekanntesten Stierkampf-Festivals der Welt. Sie gilt als eine der beliebtesten Touristenattraktionen der Stadt und gehört zu ihren meistbesuchten Sehenswürdigkeiten.

Sie ist die älteste Stierkampfarena der Provinz Sevilla. Um das Jahr 1400 wurde sie auf dem Exerzierplatz einer muslimischen Burg erbaut. Die archäologischen Mauerreste, Minarette und das Haupttor der ehemaligen andalusischen Burg dieser Ortschaft wurden in die Arena aufgenommen.

Der stattliche Herrensitz wurde einst im historizistischen Stil mit einem auf die Zucht von Kampfstieren ausgerichteten Gutshof zu Erholungszwecken entworfen. Die Lage war gut gewählt, denn das Gehöft steht auf einer sanften Anhöhe mit Blick auf die schöne Weidelandschaft in der Umgebung. 

Die Stierkampfarena von El Castillo de las Guardas befindet sich in der Nähe von zwei der wichtigsten Viehzuchten der Provinz. Sie ist aufgrund ihres Standortes originell, denn man kann sie von der Veranda der Pfarrkirche San Juan Bautista aus sehen. 

Die auf der gleichnamigen Plaza stehende Statue wurde vom Bildhauer Collaut Valera geschaffen. Es handelt sich um eine Bronzeskulptur, die den Rechtshänder in stolzer und siegreicher Pose nach getaner Anstrengung darstellt, während ein tödlich verwundeter Stier mit herabhängenden Gliedmaßen am Boden liegt.

Die Arena wurde am 19. März 2005 eingeweiht. Das nachmittägliche Programm bestand aus Espartaco, Rivera Ordóñez und Morante de la Puebla. Die Toreros traten gegen Zalduendo-Stiere an.

Das Bauprojekt wurde von der Architektin Carmen Gil Calderón entwickelt.

Die heutige Stierkampfarena von La Algaba wurde 1991 eingeweiht und 1996 mit einem Stierkampf-Festival wiedereröffnet. Dort traten Curro Romero, José Luis Parada, José Antonio Campuzano, Pepe Luis Vázquez und der noch junge Stierkämpfer José Manuel Rodríguez auf. Jahre später, am Ende der Saison 2000, nahm Curro Romero auf diesem Platz seinen Abschied vom Stierkampf.