La provincia de Sevilla

Unsere Provinz

Leben und Landschaft in einer vielfältigen und sehenswerten Provinz

Alcalá de Guadaíra

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Alcalá de Guadaíra, die Brot-Stadt

Wussten Sie, dass Alcalá de Guadaíra über mehrere Jahrhunderte hinweg einen Großteil der Provinz Sevilla mit Brot versorgte? Deswegen ist sie im Volksmund auch als Alcalá der Bäcker bekannt. Das ist nicht unwichtig, wenn sie die Stadt besuchen wollen, denn ein sehr beliebter Ausflug ist hier der Spaziergang entlang der Route der alten Getreidemühlen, die an dem Fluss stehen, von dem die Stadt ihren Nachnamen hat: dem Guadaíra. Die Route verläuft durch das Naturschutzgebiet Naturpark von Oromana.

Auch heute noch ist das Brot ein typisches Produkt der Stadt, gemeinsam mit anderen Backwaren wie Roscos, Regañás und andere, die Sie in den Bäckereien bekommen und auch bei den Tapas, die in den Lokalen der Stadt angeboten werden. In diesen können Sie auch die abwechslungsreiche Gastronomie von Alcalá probieren, die vor allem aus Schmor- und Reisgerichten und Eintöpfen besteht, die auf traditionelle Weise zubereitet werden. Wenn Sie es lieber süß mögen, werden Sie in Alcalá de Guadaíra auch nicht enttäuscht. Probieren Sie unbedingt den gefüllten Kuchen Bizcotela rellena und den Kuchen Torta de Alcalá

Die Stadt Alcalá de Guadaíra ist nur 21 km von Sevilla entfernt und sie besitzt ein umfangreiches historisches Erbe, das vor allem von der maurischen Vergangenheit geprägt ist. Hervorzuheben sind dabei die Mittelalterburg, die Tempel im Mudejarstil und die archäologische Fundstätte Gandul, deren Dolmen Zeugen der ersten Zivilisationen der Region sind. 

Auch der Flamenco spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte dieser Ortschaft. Hier wurde die Flamenco-Gattung „Soleá alcalareña“ geboren, die durch Joaquín el de la Paula bekannt wurde, an den seit über 30 Jahren mit einem Festival, das seinen Namen trägt, erinnert wird.

Geschichte, Flamenco, Gastronomie, Natur… Brauchen Sie noch mehr Gründe, das beeindruckende Alcalá kennenzulernen? Kommen Sie und besuchen sie diese Stadt, aber vor allem LEBEN SIE SIE!


Anfahrt

Wenn Sie mit dem Auto anreisen, ist die Hauptautobahn, über die man Alcalá de Guadaíra erreicht, die A-92 (Sevilla-Málaga). Wenn Sie aber über die Autobahn von Madrid, die N-IV, herkommen, können Sie die SE-40 entlang fahren, bis sie zu der Abfahrt nach Alcalá de Guadaíra kommen. Sollten Sie aus der Richtung Cádiz, Huelva oder Portugal kommen, müssen Sie die SE-30 nehmen und dann auf die A-92 abbiegen, um dann zur Zufahrtsstraße von Alcalá zu gelangen. 


Mobilität

Am besten bewegt man sich in Alcalá de Guadaíra mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Es gibt insgesamt vier Buslinien, mit denen man durch die gesamte Stadt fahren kann. Man kann aber auch ganz einfach durch die Straßen schlendern und einen schönen Spaziergang durch die Altstadt machen. 

Wenn Sie die Naturlandschaft am Flussufer des Guadaíra kennenlernen wollen, sollten Sie sich in der Touristeninformation die beste Wanderroute empfehlen und beschreiben lassen, auf der Sie an den alten Mühlen vorbeikommen, aus denen früher die Brote karrenweise heraustransportiert wurden, um die Sevillaner mit diesen zu versorgen.


Gründe für einen Besuch

  • Begeben Sie sich auf eine Reise in die prähistorische Vergangenheit, indem Sie die Dolmen von Gandul besuchen. 
  • Erleben Sie eine Reise ins Mittelalter, wenn Sie die beiden Burgen erkunden: die Burg der Almohaden und die Burg von Marchenilla
  • Lassen Sie sich von dem Naturpark von Oromana überraschen und von den alten Mühlen am Flussufer des Guadaíra
  • Probieren Sie unbedingt die Kuchen Torta de Alcalá und Bizcotela rellena, die sie in verschiedenen Bäckereien in Alcalá bekommen. 
  • Lernen Sie den „Burgwächter“ kennen, den Drachen, der die Befestigungsanlage bewacht. 
  • In der Karwoche sollten Sie sich am frühen Morgen am Gründonnerstag die Veranstaltung mit dem Namen „Los Judíos“ anschauen. Bei dieser alten Tradition wird die Kreuzabnahme Jesu durch die Juden nachgestellt, und zwar von den Mitgliedern der Bruderschaft Hermandad de Jesús Nazareno.
  • Lassen Sie sich von der Kunst der Flamenco-Gattung „Soleá alcalareña“ mitreißen, die bei den beiden in Spanien sehr bekannten Flamenco-Festivals erklingt: das Festival Manolito de María und das Festival Flamenco Joaquín el de la Paula, beide finden im Oktober statt.
  • Besuchen Sie die Burg der Almohaden und erfahren Sie alles über die Legenden, die sich um dieses alte Gemäuer ranken. Die bekannteste Legende ist die der maurischen Prinzessin Aira. Man sagt, dass der Fluss seinen Namen von dieser Prinzessin hat und dass sie aufgrund einer unerfüllten Liebe starb. Es gibt auch heute noch Leute, die glauben, dass ihr Geist in den Nächten weinend durch den Burghof zieht. 
  • Wenn Sie bei Ihrer Besichtigungstour eine kleine Pause einlegen wollen, können Sie sich in der Fußgängerzone an der Plaza del Duque ausruhen, wo es außerdem kostenloses WLAN gibt. 


Sehenswertes

Alcalá de Guadaíra wird Sie vom ersten Augenblick an verzaubern, sowohl durch die Landschaft im Naturpark von Oromana am Flussufer des Guadaíra, als auch durch das wunderschöne historische Erbe. 

Schlendern Sie durch die Straßen und entdecken Sie die Kirchen, genießen Sie die Landschaft und entspannen Sie sich beim Blick auf das Umland des Landkreises La Campiña, wenn Sie oben an der Burg stehen. Aber denken Sie daran, bevor Sie sich zur Befestigungsanlage begeben, sollten Sie dem „Burgwächter“ einen Besuch abstatten, denn nur so, können Sie in die Burg gelangen, indem Sie das einzige von einer Figur gebildete Viadukt der Welt überqueren: die Drachenbrücke Puente del Dragón. Die Einheimischen lieben diese Brücke sehr. 

Um einen Einblick in die industrielle Geschichte der Brotherstellung zu bekommen, sollten Sie sich auf die Route der Mühlen begeben. Von hier aus wurde vom Mittelalter und bis zum Beginn des 20. Jh. ganz Sevilla mit Brot versorgt. Mehr als zehn Mühlen erzählen am Fluss von der Bedeutung, die diese Industrie für den Ort hatte. 

Eine weitere Sehenswürdigkeit, die man sich nicht entgehen lassen sollte, ist die archäologische Fundstätte von Gandul, wo man in die Megalith-Dolmen hineingehen kann. Diese prähistorischen Gräber werden Sie sicher überraschen. Sie bestehen aus langen Tunneln, die man in den Fels geschlagen hat, mit runden Kammern an den Enden. Es sind die Überreste der ersten Zivilisationen in Los Alcores. Wenn Sie noch mehr entdecken wollen, sind sie hier nicht mehr weit von der Burg entfernt, die unter dem Namen Castillo de la Marchenilla bekannt ist. Es ist das einzige befestigte Landgut der Provinz Sevilla. 

Zum Abschluss Ihres Besuchs sollten Sie in eine Bar oder ein Restaurant gehen und die knusprig gebratene Schweineschwarte Chicharrones bestellen, das ist die Spezialität in diesem Ort. 


Sehenswürdigkeiten

  1. Befestigungsanlage, Mittelalterburg
  2. Flussufer des Guadaíra: Route der Mühlen und Naturpark Oromana
  3. Die Anlage El Gandul: Burg von Marchenilla, Palast und Nekropolis 
  4. Tempel im Mudejarstil: Kirche der Stadtpatronin Santa María del Águila, Kirche des Santiago 
  5. Kirche von San Sebastián.
  6. Kapelle von San Roque im Kiefernwald von Oromana
  7. Klausurkloster Santa Clara 
  8. Die Mehlfabrik (MUSEUM) ist ein restauriertes Industriegebäude, dort befindet sich auch die Touristeninformation.

Umgebung

Alcalá de Guadaíra liegt im Ballungsraum von Sevilla, da die Stadt nur 21 Kilometer von der Hauptstadt entfernt ist. Diese Nähe zu Sevilla unterstützt das kontinuierliche Wachstum in den Bereichen Industrie und Dienstleistungen. Außerdem entscheiden sich viele Sevillaner dafür, diese Stadt als Schlafstadt zu nutzen. Sie gehört zu dem touristischen Landkreis La Campiña genauer gesagt zu der Region mit dem Namen Los Alcores, zu der auch Mairena del Alcor, El Viso del Alcor und Carmona gehören. Außerdem hat der Fluss Guadaíra hier eine einmalige Naturlandschaft geschaffen, die seit 2011 Teil des Netzes der andalusischen Naturschutzgebiete ist.

Region
La Campiña
Fläche
287.00 Km²
Höhe
37.00 m
Einwohnerzahl
75.256
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