Pinares de Doñana

Naturräume

Mehr als dreihundert Landschaften und Naturschutzgebiete

Sierra de Esparteros

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Die Berge der Sierra de Esparteros wurde im Sonderplan zum Schutz der physischen Umwelt der Provinz Sevilla als umweltrelevante Bergregion eingestuft. Sie liegen südwestlich des Stadtkerns von Morón de la Frontera ganz in der Nähe der Ortskerne Aldea Guadaíra und Caleras de la Sierra. Die Esparteros sind eine kleine unabhängige Bergkette, die zu den Ausläufern der Sierra Subbética gehören. Im Norden werden sie durch den Fluss Guadaira begrenzt. Topografisch ist die Bergkette ziemlich zerklüftet und besteht aus Bergen mit Höhen zwischen 250 und 585 m und aus steilen Abhängen. Dabei sind die höchsten Erhebungen der Esparteros (585 m) und der Puntal (466 m). In den Bergen liegen einige besonders interessante Landschaften wie die Steilwand Tajo del Águila an der nördlichen Seite und die Höhle Loma de la Jarra, bei der es sich um eine Karsthöhle handelt, wie sie für solche Reliefs typisch sind, da sie in den Bergen aufgrund des Kalksteins entstehen, aus denen die Felsen sind.

Die Berge der Sierra de Esparteros gehören zum Flussbecken des Guadaira und sie tragen zur Versorgung eines karbonisierten Grundwasserspeichers bei, durch den die Quelle mit dem Namen Manantial de Guadaira gespeist wird, die in den Bergen liegt und mit zur Wasserversorgung des Ortes beigetragen hat.

Hauptsächlich werden diese Berge für die Viehzucht genutzt, es wird seit Jahren aber auch Bergbau betrieben, vor allem der Abbau von Gips und Kalkstein. In der Ortschaft Morón de la Frontera wurde bereits seit ewigen Zeiten in handwerklicher Arbeit aus Gips Kalk hergestellt. Der Kalk wurde in traditionellen Öfen gebrannt, von denen auch heute noch einige in Aldea de Caleras de la Sierra am Fuße der Sierra de Esparteros erhalten sind. Der Kalk aus Morón de la Frontera erscheint seit 2011 im Verzeichnis der Beispiele guter Praxis zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes der UNESCO. 

Die Berge sind frei zugänglich. Man erreicht sie über die Landstraße A-361 in Richtung Montellano, indem man am Kilometer 24 dieser Straße in Richtung Aldea de Caleras de la Sierra fährt, denn dieser Ortsteil liegt am Fuße der Berge der Sierra de Esparteros, die man von hier aus zu Fuß erreichen kann. Eine andere Möglichkeit ist die Anfahrt über die Landstraße A-8126 in Richtung Coripe. Wenn man am Kilometer 64 vorbeigefahren ist, biegt man auf der Höhe des Restaurants Venta de Espartero nach links in einen Weg ein. 

Region
Kategorie
Erholungsgebiet
Ausdehnung
400.00 Ha
Pflanzenwelt

Diese Bergregion verfügt über eine große ökologische Vielfalt und beherbergt eine überaus interessante Flora und Fauna. Zu Arten wie der Steineiche, dem Oleaster, der Zenneiche und dem Mastixstrauch kommen noch einige endemische Pflanzenarten hinzu, wie die Ceratocapnos heterocarpa, eine krautige Pflanze, die man nur an einigen konkreten Stellen im Süden der Iberischen Halbinsel und im Norden von Afrika findet. Am häufigsten findet man Gegenden mit Oleaster, zwischen denen ein Dickicht aus Ginster, Zwergpalmen, Mastixsträuchern und weißlichen Zistrosen und Gräsern wächst. In den Bergen der Sierra de Esparteros gibt es auch kleine Pinienhaine, die zur forstwirtschaftlichen Nutzung angepflanzt wurden.

Tierwelt

Die Fauna ist sehr vielfältig und es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Tierarten, die in diesen Bergen Nahrung und Unterschlupf finden. Dazu gehören unter anderem auch kleine Säugetiere wie der Gartenschläfer, der Maulwurf und der Europäische Dachs und viele verschiedene Vögel, wie der Milan, der Turmfalke, der Mäusebussard, die Grasmücke, das Rebhuhn, der Wiedehopf, die Singdrossel und der Habichtsadler.

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