Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Ruine der Mittelalterburg

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An der Stelle, wo der Fluss Siete Arroyos und das alte Flussbett des Guadalquivir (das Cañada de la Molineta genannt wird) zusammentreffen, stand früher eine Mittelalterburg, von der heute noch zwei Mauern erhalten sind, eine davon mit einem Hufeisenbogen.

Die Burg hieß früher Burg der vier Türme wegen der vier Türme, die an ihren Ecken standen, denn es handelte sich um eine Burg mit einer viereckigen Grundfläche. Heute sind noch ein Mauerabschnitt vorhanden und ein Bogen, der Teil eines Durchgangs oder Tores war. In den Jahren 1952 - 54 wurden bei einem brutalen Anschlag gegen das Erbe und den Erhalt des Kulturerbes der Hauptturm und einige Säle und Räumlichkeiten, die zu dem Turm gehörten, zerstört. 

Im Jahre 1063 zu Zeiten des Königs Ferdinand I. von Kastilien und Leon waren hier für eine Zeit die Überreste des Erzbischofs San Isidro untergebracht, als man sie von Sevilla nach Leon überführte, wo sie heute verehrt werden.

Es gibt auch sichere Belege dafür, dass die Katholischen Könige in dieser Burg ein paar Tage verbrachten, als sie im Jahre 1492 in die Region kamen, um Granada zurückzuerobern, und zwar im Zusammenhang mit einer Verordnung, die sie am 9. Januar 1498 zugunsten eines Bewohners dieser Ortschaft erließen, gegen den der Ortsrat einen Beschluss gefasst hatte, damit für ihn keine Ausnahmen oder Befreiungen gelten. Die Könige nutzten ihre Stellung und urteilten zu seinen Gunsten und ehrten ihn, indem sie ihn zum Burgvogt ernannten, ohne dass er seine Waffen zur Schau stellen musste, wie es sonst zu jener Zeit von Gesetzes wegen vorgeschrieben war.

Laut traditioneller Überlieferung wurde die Burg auch von König Philipp I. von Kastilien (Philipp der Schöne) und Königin Johanna I. (Johanna die Wahnsinnige) besucht, als sie eine Reise nach Sevilla unternahmen.

Zu Zeiten der Mauren wurde diese Burg und Festung wieder aufgebaut und von diesen zur Verteidigung der Ortschaft gegen die Kastilier genutzt. 

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