Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Kapelle Veracruz

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Diese Kapelle wurde Mitte des 16. Jh. (1557) von den örtlichen Baumeistern errichtet. 

Die Kirche hat eine rechteckige Grundfläche und besteht aus nur einem Schiff. Sie verfügt über eine verzierte Holzdecke (Artesonado) im Mudejarstil, die neu erstellt wurde. Die Gründung der Kapelle geht auf die erste Hälfte des 16. Jh. zurück, wobei aus dieser Zeit noch die Grundstruktur des Gebäudes und der Glockengiebel vorhanden sind, der sich über der Hauptfassade befindet. In der zweiten Hälfte des 18. Jh. kam es zu bedeutenden Umbauarbeiten. Aus dieser Zeit stammen die Eingangsportale am Fuße des Gebäudes und an der linken Gebäudeseite. Letztere stammt aus dem Jahr 1732. Das Portal am Fuße des Gebäudes besteht aus einem bossierten Rundbogen, der durch toskanische, ebenfalls bossierte Pilaster eingerahmt ist und auf denen ein gerader und glatter Sims liegt.

Am Hochaltar befindet sich ein Altaraufsatz mit einem Retabelsockel und einer zentralen Nische, die durch korinthische Säulen eingerahmt ist. Er endet in einer Attika. Erbaut wurde er Anfang des 19. Jh. und er weist eine einfache Struktur auf mit einer schlichten Dekoration, wie es in der neoklassizistischen Ästhetik üblich war. Wahrscheinlich wurde der Altaraufsatz in Auftrag gegeben, um verschiedenen Skulpturen, die es in dem Gotteshaus gab, einen Platz zu geben, wobei die bedeutendste Figur die Christusfigur Cristo de la Vera Cruz ist. Diese Renaissance-Figur entstand Mitte des 16. Jh. und wir dem flämischen Bildschnitzer Roque Balduque zugeschrieben. Die Öffnung seiner Arme am Kreuz ist sehr auffällig und an vielen Stellen auch die Physionomie der gestreckten Muskeln. Ende des 16. Jh. wurde neben dem Altaraufsatz San Juan de Letrán die Bruderschaft Hermandad de la Santa Caridad gegründet. 

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