Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Die Santa-María-Kirche

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Nationaldenkmal (BIC) seit 2001

Die Kirche Santa María la Mayor, in der sich auch das Museum für sakrale Kunst von Estepa befindet, steht auf dem Cerro de San Cristobal, innerhalb der Mauern der Burg von Estepa, neben dem Klarissenkloster und dem Franziskanerkloster. 

Das Gotteshaus erhebt sich an der höchsten Stelle von Estepa, dort, wo sich ursprünglich die Stadt befand. Die nach der Eroberung der Ortschaft im Jahr 1240 gegründete Kirche galt als äußerst wichtig, da sie unmittelbar neben der Burg lag und somit Teil des Verteidigungssystems war.

Zunächst entstand hier im 10. Jahrhundert eine Moschee, die später durch eine Mudéjar-Kirche ersetzt wurde. Im 14. Jahrhundert wurde vom Jakobsorden an der gleichen Stelle eine gotische, zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert erweiterte Kirche gebaut. Diese wurde jedoch nie fertiggestellt, da der Orden aufgegeben wurde. Nach diesen Ereignissen wurden vom Markgrafen von Estepa manieristische und barocke Ausschmückungen hinzugefügt.

Als interessante Stücke gelten ein Bildnis des Evangelisten Johannes, das Juan de Mesa zugeschrieben wird sowie in byzantinischer Reliquienschrein mit dem Lignum Crucis aus dem 12. Jahrhundert.   

Aufgrund seiner Baufälligkeit wurde der Hochaltar im Jahr 1578 durch den Bildhauer Andrés de Ocampo aus Jaén ersetzt. Von ihm stammen ebenfalls die Altäre des Klosters Santa Marta in Córdoba. Obgleich der Altaraufsatz dem Romanismus angehört, wurde er durch die barocken Ergänzungen im 16. Jahrhunderts nahezu verdeckt.

Bemerkenswert ist auch der historistische Glockenturm mit quadratischem Grundriss, dessen Abschluss eine achteckige Turmspitze bildet. 

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