Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Die Markthalle

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Die Markthalle, La Plaza genannt, wurde 1934 erbaut und ist das Erbe der Versorgungsart, die in der Stadt seit dem Mittelalter üblich war. Aus schriftlichen Quellen weiß man, dass zu diesem Zweck seit Ende des Mittelalters Fleischereien und Fischgeschäfte der Ortsverwaltung zur Verfügung standen, die der Rat alljährlich vermietete und in denen die Bevölkerung notwendige Lebensmittel erwerben konnten.

Das Gebäude hat eine rechteckige Grundfläche und ein Glasdach mit Eisenkonstruktion, das in einem engen Zusammenhang mit den neuen Baumaterialien steht, die im Rahmen der industriellen Revolution aufkamen, wie Eisen und Stahl, auch wenn diese in Lebrija keinen großen Einfluss hatten und erst ab der zweiten Hälfte des 20. Jh. häufiger genutzt wurden. 

An der Außenfassade hat man an den Eingängen Bilder aus Keramik angebracht, auf denen Blumengestecke, Obstschalen und Kränze dargestellt sind. Das setzt sich später im Innenraum des Gebäudes fort, aber nicht nur mit Fliesen, sondern auch mit Wandmalereien, auf denen vor allem Kränze mit Blumen und Obst und Gemüse zu sehen sind.

Die Frauen sind in dieser Halle die Hauptpersonen, deswegen ist der Platz auch unter dem Namen „Platz der Frauen“ bekannt, denn traditionsgemäß waren es die Frauen, die sich um den Einkauf kümmerten und einen bedeutenden Teil des familiären Haushalts verwalteten und demzufolge waren es die Frauen, die zu den Ständen gingen, um dort alltäglich ihre Einkaufskörbe zu füllen.

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