Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Die Burg La Monclova

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Die Burg La Monclova entstand im 14. Jahrhundert und erhebt sich über dem Stadtgebiet von Obulcula. Seit 1837 gehört sie den Herzögen des Infantado. Sie ist der letzte Vertreter eines säkularen Bevölkerungskerns aus prähistorischen, turdetanischen und römischen, Zeiten. Es muss davon ausgegangen werden, dass die Stadt in Form eines Landsitzes überdauerte - zumindest während der muslimischen Herrschaft.

Die Burg wurde zum Kulturdenkmal erklärt und trägt ferner die Bezeichnung «Burg der Herzöge des Infantado».

La Monclova wurde mit einem rechteckigen Grundriss angelegt und besaß ebenfalls rechteckige Fetungstürme. Einzelne Spuren von diesen sind in der Nord- und Ostecke erhalten. Obwohl die Anlage später viele Umbauten erfuhr, stammen die ältesten Gebäudeteile der Burg aus dem 14. Jahrundert. Dabei handelt es sich um den Burgfried und drei Mauern der mauernbewehrten Burganlage. 

Der Burgfried mit rechteckigem Fundament besitzt zwei übereinanderliegende Räume und ein begehbares Dach mit einer Brüstung und Haubenzinnen. Ursprünglich war der Turm wohl massiv, heute befindet sich dort das Haupttreppenhaus des Palastes.  

Der Eingang zum Schloss führt durch einen Torgang mit einem Rundbogen auf Säulen und Familienwappen auf den Zwickeln. Auf einem Fries steht die Inschrift: Beendet 1668. Vom Eingangsbereich gelangt man in einen großen Säulengang, der an drei Seiten mit Rundbögen auf Säulen und Wappen des Ordens der Barmherzigkeit in den Zwickeln versehen ist. 

In der Kapelle befindet sich ein kastilisches Altarbild aus dem 16. Jahrhundert aus dem Schloss Viiñuelas in Madrid, ebenfalls im Eigentum des Herzogs von Infantado. Die Holztüren sind ein schönes Beispiel für die Schnitzerei aus dem 17. Jahrhundert.

Der Raum wird heute für Veranstaltungen genutzt. 

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