Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Die Burg del Hierro

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Diese Burg maurischen Ursprungs, wahrscheinlich aus der Zeit der Almohaden oder noch davor, wurde zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert umgebaut und als Residenz für die Fürsten von Fuentes hergerichtet. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts übergab Alfons XI. die Burg an Alvar Pérez de Guzmán. Später wurde sie von Alfonso Fernández gekauft, der 1378 das Majorat des Castillo de Fuentes gründete und der Stammlinie ihren Namen verlieh. Im 17. Jahrhundert wurde der Burgpalast erneut umgebaut, um ihn künftig als Residenz nutzen zu können. 
 
Aufgrund der strategischen Lage der Burg ließen sich die alten Handelswege, wie der durch die Ortschaft führende Carril de la Lana, kontrollieren. Die Schlossanlage ist praktisch unverändert erhalten, wenn auch ihr ursprüngliches Aussehen durch die im Laufe der Zeit entstandenen Anbauten nicht mehr erkennbar ist. An allen vier Ecken und in der Mitte der Burgseiten befinden sich vortretende rechteckige Türme. Der ursprüngliche Zugang zur Anlage erfolgte durch einen in einer Mauer eingefassten Spitzbogen, der heute zugemauert ist. An seiner Stelle wurde ein neuer Eingang geschaffen.

Der Burgfried erhebt sich neben der Eingangspforte und besitzt zwei Geschosse mit übereinanderliegenden Räumen und ein weiteres Stockwerk mit Terrasse. Der Originaleingang lag zum Paradeplatz und war mit einem Tonnengewölbe überdacht. Mitten auf der Anlage steht eine gewölbte Zisterne.

Im 15. und 16. Jahrhundert wurden verschiedene bauliche Veränderungen vorgenommen und im 17. Jahrhundert erfolgten Sanierungsarbeiten zur Umgestaltung des Bauwerks als Wohnsitz. Diese Nutzung muss jedoch ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts nachgelassen haben.

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