Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Der Turm Mocha de Loreto

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Der einzige gut erhaltene Turm in dieser Gegend, stammt aus der Zeit kurz nach der Eroberung Sevillas durch den Heiligen Ferdinand und ist ein beredtes Zeugnis dafür, dass die christliche Wiederbesiedlung der Anordnung folgte, die sie in dem neu angeeigneten Gebiet vorfand. 

Die Aufgabe des Turms bestand in der Verteidigung des Dorfes Loreto, das in christlicher Zeit Nachfolger des alten muslimischen Ortes Lorit war, welcher wiederum auf das römische Laurentum folgte, dessen Überreste in der Umgebung gefunden wurden. 

Heute ist der Turm fester Bestandteil des Landgutes. Er steht genau auf der Grenzmauer zwischen dem Kloster und dem Landsitz, die sich beide Loreto nennen. Die Anlage wurde zum Kulturdenkmal erklärt.

Der Wehrturm erhielt einen rechteckigen Grundriss, bedingt durch die Zusammenfassung von Kammer und Treppenhaus. Insgesamt befinden sich hier drei, übereinander liegende Räume. Die untere, mit Trümmern gefüllte Kammer liegt unterhalb der heutigen Höhe. Die Decke wird durch eine auf Hängezwickeln aufliegende Hängekuppel gebildet. Im Schlussstein befindet sich ein Loch, das heute mit Schmiedeelementen gefüllt ist. Die komplexe Baustruktur des Wehrturmes verweist auf eine vielfältige Nutzung im Lauf der Zeit. So gibt es in den Wänden mehrere Öffnungen, die unterschiedlichen Epochen zu entstammen scheinen. Die zweite Kammer ist völlig anders als die erste gebaut. Sie besitzt ein Rippengewölbe, mit sehr starkem und sehr spitzem Rippenwerk, ohne Schlussstein. Innen befindet sich ein Segmentbogen mit einem Tonnengewölbe, außen war es ein Rundbogen. Die dritte Kammer, mit einer Hängekuppel ist die am wenigsten ausgebaute. 

Als Baumaterial für den Turm wurden Ziegel und Mauerwerk verwendet. Ersteres ist das meistverwandte Material und befindet sich sowohl außen als auch innen im Turm.

Öffnungszeiten

Informieren Sie sich über die Öffnungs- und Besuchszeiten. 

Dienstags geschlossen 
 

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