Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Convento Santa Paula

403
0

Im Herzen des Viertels San Julián hebt sich der Glockenturm des Klosters Santa Paula ab. Im Jahr 1473 stellte Papst Sixtus IV. die Gründungsbulle des Klosters an Ana de Santillán y Guzmán aus, eine Frau, die nachdem sie Witwe geworden war, in San Juan de la Palma eintrat. In dieser Klausur kam ihr die Idee, eine Klausur für den Hieronymitenorden zu schaffen. Später, im Jahr 1475, wurde die Kirche eingeweiht. 1483 förderte Doña Isabel Enríquez, die Witwe des Constable von Portugal, den Bau der heutigen Klosterkirche.

Es beherbergt das einzige Museum in einem sevillanischen Klausurbereich. Dort gibt es einzigartige Ausstellungsstücke des sevillanischen Barock und aus anderen Orten der Welt. Außerdem kann man die Aussteuer der Frauen, die in das Kloster eingetreten sind und einige Retabel mit Arbeiten von Montañés, Mesa und Medinilla sehen sowie Bilder von José de Ribera y Morales. Der Klausurbereich hat zwei Kreuzgänge, die durch eine Arkade mit vier Öffnungen auf Säulen und Rundbögen verbunden sind.

Die Kirche im gotischen Mudéjar-Stil stammt aus dem XV. Jahrhundert. Besonders erwähnenswert ist die Decke des Presbyteriums und des Kirchenschiffs, die von einer hölzernen Kassettendecke mit Mudéjar-Elementen bedeckt ist. Das barocke Hauptaltarbild wird von einer Skulptur der Santa Paula überragt, die von José Fernando de Medinilla 1730 geschnitzt wurde. 

An den Seiten des Presbyteriums befinden sich die Gräber der Marqueses de Montemayor und Gemälde aus dem XVIII. Jahrhundert, die das Leben von Santa Paula darstellen. Erwähnenswert sind auch das Altarbild von San Juan Bautista und das von Santo Cristo, die beide von Felipe de Ribas stammen, sowie das der Virgen del Rosario.

Unter den Klöstern, die besichtigt werden können, gehört es zu denen, die am besten zugänglich sind. Hier werden exquisite Produkte verkauft, die von den Nonnen hergestellt werden, wie z.B. Marmeladen, Konfitüren und Quittengelee.

0 kommentare

Neuer Kommentar

Die Kommentare werden geprüft. Es kann deshalb eine Weile dauern bis zu ihrem Erscheinen. Texte mit beleidigenden Formulierungen werden nicht veröffentlicht.