Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Arabische Wassermühlen

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Bekannt sind diese Mühlen unter dem Namen Mühlen von Aceña, wobei sie in Dokumenten aus dem 18. Jh. auch als Wassermühlen und Walkmühlen von Saldaña erwähnt werden. Sie stammen aus der arabischen Zeit und befinden sich mitten im Flussbett des Guadalquivir auf der Strecke zwischen Córdoba und Sevilla. Bei dem heute noch erhaltenen Bau, der in den Jahren zwischen 1485 und 1499 auf den Resten eines möglicherweise zuvor vorhandenen Baus aus dem 11. Jh. errichtet wurde, wirkten maurische Baumeister mit, die bei dem architektonischen Stil des gesamten Baus die Spuren ihrer Arbeit hinterlassen haben, wie auch bei anderen Bauten in der Ortschaft wie zum Beispiel bei der Kirche San Juan.

Die Mühle befindet sich in der Nähe von Alcolea del Río und besteht aus drei Modulen, die durch das Wasser des Flusses Guadalquivir voneinander getrennt sind. Zu dem ersten Modul gibt es im Moment keinen Zugang, da sich der Eingang direkt im Flussbett befindet. Es wurde aus großen Quadersteinen gebaut und erinnert in seiner Struktur an den Kiel eines umgedrehten Schiffes und es scheint, als würde er durch zwei große Strebepfeiler eingerahmt. Der zentrale Bau hat eine fünfeckige Grundfläche und ein Tonnengewölbe, das in drei ungleiche Abschnitte unterteilt ist, die durch Pilaster voneinander getrennt sind, die aus Quadersteinen und Ziegeln gebaut sind. Das dritte Modul hat ebenfalls eine fünfeckige Grundfläche und verfügt über eine Sternkuppel, die aus gekreuzten Balken geformt ist. Im Boden sind Abstufungen Richtung Fluss zu erkennen, wobei im Inneren auch Mühlensteine zu finden sind. Das gesamte Ensemble ist an der Südseite durch eine Spitze begrenzt, die in den Fluss hineinreicht und aus Quadersteinen und Geröll besteht.

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